Miswak – Die älteste Zahnbürste der Geschichte

Miswak – Die älteste Zahnbürste der Geschichte

Miswak – Die älteste Zahnbürste der Geschichte

Der Miswak zählt zu den frühesten dokumentierten Formen der Zahnhygiene. Es wird immer noch allgemein im Nahen Osten, Nordafrika sowie Mittel- und Südostasien verwendet und ist wohl das am besten gehütete Geheimnis der islamischen Welt.

Beim Miswak handelt es sich um ein Wurzelstück des Zahnbürstenbaumes (auch Salvadora persica oder Arak Baum genannt), welches vorwiegend in der Wüste Arabiens, Ostafrikas und Vorderasiens wächst. Sie hat ein sehr hohes Fluoridgehalt, wodurch der Miswak gleichzeitig die uns heute bekannte Zahnpasta spendet. Mit dem flexiblen und strapazierfähigen Wurzelstück oder Zweig bürstet man so lange die Zähne, bis sie aufweicht und ausfranzt, so dass sie auch problemlos in die Zahnzwischenräume kommt. Der Miswak ist also Zahnpasta und Zahnbürste zugleich.

In islamischen Kulturen gilt der Miswak als „Sunnah“ und bezieht sich somit auf die tägliche Praxis des Propheten Mohammed, der es als Teil eines täglichen Gesundheitsprogramms empfahl. In der islamischen Literatur werden um die 70 Vorteile für die Verwendung des Miswak’s aufgezählt. Sie wird auch heute noch sehr häufig in muslimischen Gemeinden auf der ganzen Welt verwendet.

Ein Pflanzliches Pflegemittel für die Zähne

Forscher haben in medizinischen Publikationen die natürlichen, antibakteriellen Eigenschaften untersucht, die im Miswak gefunden wurden. Mehrere dieser Studien zeigen, dass – korrekte Anwendung vorausgesetzt – der Miswak einen positiven Einfluss auf die Mundhygiene haben kann, indem es:

  • Plaque reduziert
  • Zähne aufhellt
  • Mundgeruch vorbeugt
  • Bakterien abtötet
  • Speichelfluss erhöht
  • gegen Nikotinsucht hilft

Zudem enthalten die Fruchtblätter des Salvadora Persica natürliche Heilmittel und tragen dazu bei, das Zahnfleisch zu stärken. Im Jahr 2008 empfahl die Weltgesundheitsorganisation den Miswak als eine gesunde Alternative zur Zahnbürste.

Wie benutzt man einen Miswak?

  • Schälen: Zunächst schält man etwa 1 cm von der äußeren Schicht des Miswak, um die inneren Borsten zu enthüllen.
  • Trennen: Anschließend kaut man auf der Spitze, bis die Borsten beginnen aufzuweichen. Man kann auch den Daumen benutzen, um sie zu trennen.
  • Bürsten: den Miswak hält man senkrecht zum Mund und putzt die Zähne in kreisförmigen Bewegungen. Für einen halbwegs geübten Zähneputzer sollte dies kein echtes Problem darstellen. Die Borsten sollten unbedingt zwischen die Zahnlücken gleiten, um den Effekt von Zahnseide zu erhalten.
  • Schneiden: Wenn die Spitze des Miswak austrocknet, kann man problemlos mit einem Messer die Spitze abschneiden – idealerweise einmal täglich.

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