Kufiya – Symbol des Widerstands „Made in Palestine“

Kufiya – Symbol des Widerstands „Made in Palestine“

Kufiya – Symbol des Widerstands „Made in Palestine“

Widerstand hat viele Gesichter. Manchmal ist es ein Foto eines einfachen Bürgers, der sich einem 70 Tonnen schweren Kampfpanzer gegenüberstellt. Manchmal ein Handzeichen mit vier ausgestreckten Fingern und eingeklapptem Daumen, der nach einem Massaker gegenüber der Zivilbevölkerung eine weltweite Protestbewegung ausgelöst hat. In Palästina symbolisiert ein Schal den schier hoffnungslosen Kampf der Bevölkerung gegen die israelischen Besatzer.

Der traditionelle palästinensische Schal ist bekannt als Kufiya, Keffiyeh oder Hatta. Wir alle kennen die typischen, oft schwarz-weißen Schals, die die israelische Besetzung Palästinas symbolisieren. Sie wurden traditionell von palästinensischen Bauern getragen, sind aber zu einem der mächtigsten Symbole für den palästinensischen Widerstand herangewachsen.
Seine Berühmtheit erlangte die Kufiya hauptsächlich aufgrund des Kleidungsstils Jassir Arafats, Führer der palästinensischen Freiheitsbewegung und langjähriger Politiker – er trug sie während seiner gesamten Karriere bis zu seinem Tode.

Millionen Menschen auf der Welt, die sich mit dem Widerstand solidarisieren besitzen eine Kufiya, doch wie viele dieser Schals werden wirklich in Palästina hergestellt?

Die lokale Herstellung der Kufiya leidet – nicht nur unter der Haltung Israel’s, sondern insbesondere unter den Billig-Exporten aus China oder Indien, die in der Lage sind, massenhaft, schnell und daher günstig zu produzieren. Heute gibt es nur noch eine Fabrik in Palästina: Die Hirbawi-Familie in Hebron webt weiterhin die einzige originale Kufiya, die in Palästina hergestellt wird.

Kufiya’s von Hirbawi

Die beliebten ‚Made in Palestine‚-Schals sind vom Aussterben bedroht. Es gibt nur noch einen Kufiya-Produzenten in Hebron im Westjordanland der mittlerweile nur noch die Hälfte der Menge produziert, die er vor zwei Jahrzehnten absetzen konnte.

Yassar Hirbawi gründete 1961 das „Hirbawi„-Geschäft im Alter von 33 Jahren. Das Geschäft wuchs schnell zu einem Familienunternehmen und beschäftigte zwischenzeitlich mehr als 25 Mitarbeiter. Doch mit der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens 1993 und der Blockadepolitik Israel’s sank die Produktion von ehemals 150.000 Kufiya’s auf 10.000, so dass die Märkte weltweit von China-Importen überschwemmt wurden.

Für Yassar ist sein Geschäft ein Kampf gegen die Besatzung. „Es ist unsere Vergangenheit, unsere Zukunft … Es bedeutet allesAber was können wir tun? Es ist unsere Arbeit und unser Leben, und wenn Gott es will, werden wir nie aufhören, originale Kufiyas aus Palästina herzustellen.

Lasst uns Hirbawi zusammen retten!

Der Kauf von Produkten aus Hirbawis Online-Shop könnte dieses schöne, authentische Geschäft retten.

Seit 2010 ist die internationale Presse auf ihn aufmerksam geworden und hat davor gewarnt, dass die Produktion ursprünglicher palästinensischer Kufiyas zu verschwinden drohe. Dies sorgte weltweit für Aufsehen und veranlasste internationale Wiederverkäufer, Hirbawis Produkte für ihre Geschäfte, politische Aktivitäten oder Modedesigner zu kaufen und in ihre Kollektionen aufzunehmen. 2012 startete Hirbawi eine Kooperation mit MADEinPALESTINE.de und gründete den Online-Shop www.kufiya.org in Deutschland. Somit konnte er gewährleisten, dass die Kufiyas an Privatkunden weltweit verkauft werden.

Dank dieser Initiative steigen die Verkaufszahlen wieder und Hirbawi konnte zum ersten Mal in 20 Jahren vier Neueinstellungen vornehmen. Er hofft, mit der Unterstützung von MADEinPALESTINE.de und ihren Kunden in der Lage zu sein, wieder wie in den 1990er Jahren zu produzieren, mehr Arbeitsplätze in Palästina zu schaffen und eine lebendige und symbolische Tradition am Leben zu erhalten.

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